Insolvenzverwalter warnen vor weiterer Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Gestern wurde an dieser Stelle ja bereits berichtet, dass die Pläne zur weiteren Aussetzung der Insolvenzantragspflicht aus dem Justizministerium sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich zum einen auf falschen Prämissen beruhen und damit auch zum anderen die falschen Wirkungen entfalten werden.

Im Insolvenzbereich spricht man vom Sog- und Spiraleffekt; man könnte es auch Ansteckungsgefahr nennen. So berichten z.B. Kunden aus der Eventbranche bereits davon, dass behördlich bekannt mit Zahlungsschwierigkeiten kämpfende Unternehmen mit Dumpingpreisen unter Selbstkosten agieren und damit den ganzen Markt inklusive der noch gesunden Unternehmen schädigen.

Selbstverständlich zählen auch Forderungsausfälle zu den Kollateralschäden, die immer größer werden und einen der Grundpfeiler der Marktwirtschaft – das Vertrauen – zerstören. Dass die nächste Bankenkrise ante portas steht, sei colorandi causa erwähnt.

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/firmenpleiten-insolvenzverwalter-warnen-vor-zombie-unternehmen/26081428.html?ticket=ST-3246861-f7bkAd6to2gb7r5irkGn-ap1

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