Eine zweite Coronawelle im Herbst würde auch die Wirtschaft anstecken

Es wird derzeit in den Medien viel von einer zweiten Coronawelle geschrieben.

Ob die Befürchtungen wahr werden oder nicht, soll hier nicht vertieft werden.

Nur so viel: in Deutschland gibt es zur Jahreshälfte keine Übersterblichkeit. Dafür lässt sich in Spanien eine erhebliche Übersterblichkeit feststellen, die aber auch noch regional erheblich ausdifferenziert ist.

Es scheint also einen ganze Reihe von Faktoren (außerhalb der öffentlich hinlänglich diskutierten wie Alter und Vorerkrankung) zu geben, die für die Sterblichkeit verantwortlich sind.

Zu erwarten ist, dass mit der allgemeinen Grippewelle im Herbst auch die Anzahl der Covid19 Erkrankten (nicht nur positiv getesteten) wieder steigen wird.


Die möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft unter einem solchen Szenario werden hier dargestellt.


https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-bei-einer-zweiten-welle-wuerde-sich-auch-die-wirtschaft-wieder-anstecken/26044030.html?ticket=ST-13138933-auet4uYjWI57IQsasiQO-ap3

Automobilzulieferern droht Insolvenz

Die Automobilindustrie, so hört man des Öfteren, ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. ,

Ca. 800.000 Menschen sind in Deutschland mit der Herstellung von PKW befasst. Während die OEM`s (PKW Hersteller) wie VW, Porsche, Daimler und BMW wohl jedem bekannt und geläufig sind, sind die meisten Zulieferer mit den Ausnahmen von Bosch und Continental weitgehend unbekannt.

https://www.welt.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/article212395219/Corona-Pandemie-Umsatzeinbrueche-bei-Automobilzulieferern.html?cid=onsite.onsitesearch

Die Krise trifft diese Zulieferer hart und die Einkaufspolitik der OEM`s droht nun zum mehrfachen Bumerang zu werden.

Die auf minimalen Margen operierenden Zulieferer drohen insolvent zu werden. Damit können ganze just in time Lieferketten zusammenbrechen, so dass die Bänder in den Fabriken still stehen. Ob und wie andere Lieferanten diese Lücken füllen können und zu welchen Preisen – das steht in den Sternen.

Ein wenig in der Öffentlichkeit bekannter Fakt ist, dass die Zulieferer bereits jetzt in erheblichem Maße Entwicklungsarbeiten leisten, ohne die neue Modelle nicht auf den Markt gebracht werden können. Auch hier droht ein erhebliches Schadenspotential mit noch nicht absehbaren Folgen.

Die Deutschen leben in immer größeren Wohnungen!

Die Deutschen leben in immer größeren Wohnungen!


https://www.tagesschau.de/wirtschaft/wohnungen-123.html


Einer der Gründe dürfte die Demografie sein. Der Anteil älterer Menschen, die auch noch nach dem Auszug der Kinder oder dem Tod des Partners die gewohnte Umgebung nicht verlassen wollen, dürfte ein Aspekt dafür sein, dass die Wohnflächen pro Kopf wachsen. Hinzu kommt, dass es schwer fällt, gerade bei langjährigen Mietbeziehungen, größere Wohnungen gegen kleinere Wohnungen zu tauschen, die auch dieselbe Miete kosten.

Bargeschäftsprivileg

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht im Rahmen der Corona Maßnahmen wird in Kürze zu zahlreichen rechtlichen Auseinandersetzungen führen.

Insbesondere wenn Anfechtungen nach § 129 InsO ff. durch die Insolvenzverwalter anstehen, werden die Gründe für die Insolvenz der Schuldner diskutiert werden. War es Corona, das zur Zahlungsunfähigkeit geführt hat, oder war das Unternehmen für den Gläubiger ersichtlich bereits vorher pleite?

Eine Möglichkeit, solche Anfechtungen zu vermeiden bietet das Bargeschäftsprivileg, dass hier erläutert wird.

https://www.anwalt24.de/fachartikel/insolvenzrecht/55305

Niedrigzinsen führen zu Liquiditätsengpässen bei Renten- und Lebensversicherern

Heute soll der Blick einmal auf das Thema Altersvorsorge gelenkt werden.

Die Niedrigzinsen greifen das Modell der Renten- und Lebensversicherer an. Diese zählen aufgrund der Anlageverpflichtung in sicheren Staatspapieren zu den wichtigsten Kunden des Staates, wenn es um die Platzierung von Anleihen geht.

Das die früheren Renditeversprechungen nicht mehr gehalten werden können, liegt auf der Hand. Leidtragende sind die Versicherten. Exemplarisch ist dieser Fall.

https://www.focus.de/finanzen/banken/folge-der-niedrigen-zinsen-350-000-renten-betroffen-pensionskasse-muss-mit-millionensumme-gerettet-werden_id_12254252.html

Ähnliches hört man von anderen Versicherern, aber das wird medial immer nur am Rande erwähnt.

Oberstaatsanwalt wegen Verdachts der Korruption verhaftet

Am Wochenende ging eine Nachricht durch die Presse, die doch etwas ungewöhnlich ist.


https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-hessen-spd-justiz-u-haft-obertstaatsanwalt-bestechung-betrug-polizei-zr-90012829.html

Ein Oberstaatsanwalt wurde wegen Bestechlichkeit verhaftet.

Der Fall hat viele Facetten. Eine der immer wiederkehrenden Facetten ist, dass es die Ex Partner der mutmaßlichen Täter sind, die den Anstoß zu den Ermittlungen geben.
Soweit man den Ausführungen trauen kann, ist der mutmaßliche Täter sogar in dem Aufgabenbereich tätig geworden. „Sein Fachgebiet: Bekämpfung von Vermögensstraftaten und Korruption im Gesundheitswesen. Wie es in dem Fall um B., seinen befreundeten Unternehmer und den Vorwurf der Bestechlichkeit weitergeht, wird sich zeigen.“

Im parlamentarischen Raum wird jetzt Aufklärung gefordert.

Man darf gespannt sein, was bei den Ermittlungen heraus kommt.

Sarah Wiener stellt Insolvenzantrag für ihre Gastronomiebetriebe

„Jetzt musste sie für ihre Gastronomiebetriebe Insolvenz anmelden. Hat sie sich übernommen?“

So reisst die Süddeutsche Zeitung ihren Artikel über die Insolvenz der Gastronomiebetriebe von Sarah Wiener an.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/sarah-wiener-fernsehkoechin-insolvenz-1.4978148

Im Text erfährt man dann: Insolvenz habe man aufgrund der „wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Gastronomie und Event-Branche“ beantragen müssen, heißt es offiziell. Schon im Mai hatte Wiener Sorgen um ihre Firma geäußert. Auch ansonsten ist an dem Text selber nichts zu kritisieren, die Fakten werden soweit ersichtlich auch unter Bezugnahme auf die Analysen von Wiener selber nachvollziehbar dar gestellt.

Nur die Eingangsfrage: „Hat sie sich übernommen?“ wird nicht beantwortet.

Der Wert eines Hauses

Der griechische Immobilienmarkt seit 2010 und seine Darstellung in der Presse

Nach der Krise ist vor der Krise. Dieses Bonmot gilt anscheinend nicht für die Immobilienmärkte, die in den letzten Jahren nur eine Richtung kannten – nach oben. Und schaut man nicht genau hin, dann kann man diesen Eindruck auch gewinnen.


Aber die Märkte, gerade in den wirtschaftlich schwachen Ländern, sind durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet. Welche Einflussfaktoren in welchem Maß auf die Preise wirken, kann nur durch detaillierte Analysen zum jeweiligen Zeitpunkt und nur auf die jeweilige Region analysiert werden.

Die Achterbahnfahrt des griechischen Immobilienmarktes der letzten ca. 10 Jahre spiegelt sich in der Presseberichterstattung.

September 2012

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/griechenland-preisrueckgang-beschleunigt-sich-11897169.html

Januar 2013

Juni 2014

August 2015

https://www.derstandard.de/story/2000020405414/griechische-inseln-im-abverkauf

März 2016

September 2017

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-immobilien-warum-viele-griechen-ihre-elternhaeuser-aufgeben-a-1167321.html

September 2018

November 2019

https://www.planradar.com/de/immobilienmarkt-griechenland/

März 2020

https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/wohnungsmarkt-auslaender-greifen-nach-griechischen-immobilien/25628040.html?ticket=ST-8370678-ovchqzw6zc4mLXPwEIE-ap3

April 2020

https://www.griechenland.net/nachrichten/politik/27146-tendenz-sinkender-immobilienpreise-in-griechenland
Die Erhebung der Sonderabgabe auf Immobilien in 2010 in Verbindung mit der Staatskrise hat den ersten Impuls für die Bewegungen auf dem Immobilienmarkt gesorgt. Die günstigen Preise lockten dann Ausländer an, die wiederum für steigende Preise sorgten. Corona stoppte diese Entwicklung aber wieder recht schnell.

Im Gegenzug suchten sich die reichen Griechen Alternativen z.B. in London.

https://www.sueddeutsche.de/geld/luxusimmobilien-in-london-griechen-im-kaufrausch-1.1177346

Gibt es im Herbst eine Insolvenzwelle oder eine Erholung?

Die Diskussionen laufen.

Hat der „Wumms“ gewirkt? Werden sich große Teile der Wirtschaft spätestens zum Herbst hin wieder erholen? Oder vereitelt eine dann kommende zweite Welle die Erholung mit einem weiteren Shut Down?


Auch bei der Prognose der Insolvenzzahlen gehen die Meinungen auseinander. 50 oder 70.000 Unternehmen sollen akut bedroht sein. Andere sprechen sogar von noch deutlich mehr.


Die Kreditversicherer haben in den letzten Jahren immer sehr gut mit ihren Prognosen gelegen. Hier wird ein düsteres Szenario gezeichnet.


https://www.mopo.de/hamburg/-der-schein-truegt–hamburger-experten-sicher–bald-kommt-die-corona-pleitewelle-37042334

Hoffnung macht allerdings folgenden Aussage: „Im weltweiten Vergleich kommt Deutschland der Prognose zufolge allerdings mit einem „blauen Auge davon“. „Gründe dafür sind neben der besseren Ausgangssituation und dem kürzeren, weniger strikten Lockdown vor allem die schnellen und sehr umfangreichen Sofortmaßnahmen der Regierung“, argumentierte Van het Hof.“