China ist der große Gewinner der globalen Krise

In jedem Krimi wird die Frage gestellt: „Cui Bono“.

https://www.welt.de/wirtschaft/article230225759/Globalisierung-China-wird-zum-Problem-fuer-die-deutsche-Wirtschaft.html

„Insbesondere der Wettbewerb mit China werde für die europäische und die deutsche Industrie zum Balanceakt, mahnen die Handelsexperten. „Der globale Wettbewerb der Systeme wird die Weltwirtschaft weiter prägen“, schreiben sie. Dabei gehe es nicht nur um Antworten auf unfaire Handelspraktiken, unilaterale Vorstöße und die staatliche Subventionierung von Unternehmen.“

„Derlei Praktiken hat beispielsweise die EU-Kommission im Blick. Europäische Firmen klagen schon länger über unfairen Wettbewerb mit hochgepäppelten chinesischen Unternehmen, sowohl auf dem Weltmarkt als auch in China und Europa. In der Corona-Pandemie hatte das Thema zusätzlich an Brisanz gewonnen, ging doch die Sorge um, dass von China gestützte Unternehmen die Krise nutzen könnten, um angeschlagene oder unterbewertete Firmen in Europa aufzukaufen.“

So lange man in Deutschland Impfnationalismus diskutiert, wird man sich an solche Fragen wohl nicht ernsthaft herantrauen. Kritik an China ist ja auch Rassismus.

Außenpolitik und Bilder in der Diplomatie

Wer sich auch nur ein wenig für Politik interessiert, ist dieser Tage doch sehr erstaunt.

In der Ostukraine bahnt sich gerade in Europa eine militärische Auseinandersetzung an und von Medien und Politik hört man wenig bis gar nichts. Der Außenminister tweete dafür zu irgendwelchen randständigen Themen, gerne mit dem Genderstern. Im Vorfeld zu Kriseneskalation wurde gemeldet, dass China und Russland eine militärische Kooperation planen. Derweil gibt Biden den Ukrainern eine Blankocheck. Die Zeichen stehen auf Sturm.

Das wäre jetzt die große Zeit der EU. Hier könnte sie in einer ihrer vermeintlichen Kernkompetenzen der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik glänzen. Immerhin brachte Schäuble ja gerade wieder eine europäische Armee in die Diskussion.

Nun, was soll man sagen. Die EU hat mal wieder in Person von UvdL ihre Dysfunktionalität bewiesen.

https://www.welt.de/politik/ausland/article229890595/SofaGate-mit-von-der-Leyen-EU-Delegation-durfte-Raum-vorab-gar-nicht-besichtigen.html?cid=socialmedia.twitter.shared.web

Diplomatisch ist der Affront überhaupt nicht in Worte zu fassen.

Welchen Einfluss kann eine solche Organisation mit Protagonisten wie Charles Michel noch auf einen Konflikt nehmen, der die Kerninteressen seiner Mitgliedsländer unmittelbar berührt?

Sport und Politik

Sport und Politik – zwei Dinge, die eigentlich nicht zusammen gehören und doch seit den Spielen in Olympia im alten Griechenland doch immer wieder miteinander verquickt werden. Wer noch in der Bonner Republik sozialisiert wurde, erinnert sich an die breiten Diskussionen um den Olympiaboykott Moskau 1980. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Afghanistan, die sowjetische Invasion dort war Auslöser für den Boykott, ist man fassungslos über die damalige Entscheidungen.

Jetzt schleicht sich die Politik bzw. die Wokeness in den Fußball. Nach 2006 sind einige auf den Trichter gekommen, dass deutsche Fahnen und Zusammengehörigkeitsgefühl des Sommermärchens wohl nicht gut sind. Die weiteren Entwicklungen sind bekannt. 2014 wurde ein kleines Liedchen am Brandenburger Tor (.. und die Argentinier gehen so…) skandalisiert. Dass mittlerweile nur noch die „Mannschaft“ auftritt, als „Pendant“ zur Squadra Azzura, Les Bleus oder die Nati, geschenkt. Während einerseits die Kommerzialisierung gerade der Nationalmannschaft auf 100 gedreht wurde, versucht man mit Wokeness gesellschaftlichen Boden gut zu machen.

Und jetzt verliert man zu Hause gegen Nord Mazedonien 1:2. Die Mannschaft repräsentiert den Zustand des Landes ganz gut.