Tadschikistan

Die Spekulationen über die Folgen des Falls von Afghanistan gehen ja gerade erst richtig los.

Ob und was davon Verschwörungstheorie ist, wird man erst sehen.

Bekannt ist jedoch die Aussage der Talibanführung, dass man den Dschihad weiter führen möchte, bis die ganze Welt islamisch ist.

Als Rolemodell bietet sich Tadschikistan an. Schon durch die geografische Nähe zu Afghanistan bietet es sich als Angriffspunkt an. Dazu kommt:

„Seit der sowjetischen Invasion in Afghanistan im Jahr 1979 gab es immer wieder Befürchtungen, bewaffnete islamistische Gruppen könnten sich auch im benachbarten Tadschikistan niederlassen. Doch von regionalen Spannungen abgesehen, etwa im Isfara-Tal um Tschorkuh, gelang es dschihadistischen und islamistischen Gruppierungen seit dem Fall der Sowjetunion kaum, nennenswerten Einfluss auszuüben. Seit 2018 häufen sich jedoch die Schlagzeilen mit Bezug auf die Terrormiliz Islamischer Staat in Tadschikistan. Dies wird immer wieder mit einem neuen Vormarsch der Taliban im benachbarten Afghanistan in Verbindung gebracht. Allerdings ist unklar, inwieweit auch die harte Vorgehensweise des autoritären Regimes gegenüber jeglicher Form politischer Opposition zu Zulauf für dschihadistische Terrorgruppen führt.[43] Laut dem im Oktober 2017 veröffentlichten Bericht des in New York ansässigen Soufan Center hätten sich 5000 Kämpfer aus zentralasiatischen Staaten den islamistischen Terrorgruppen im Nahen Osten angeschlossen. 1300 davon sollen aus Tadschikistan stammen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Tadschikistan#Bedrohung_durch_islamistischen_Terrorismus

Jetzt gehört Tadschikistan als ehemalige Sowjetrepublik zum Einflussbereich der Russen. Es könnte also wieder zu einem Konflikt mit den Taliban kommen. Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber die Russen können kein Interesse an einer einer weiteren radikalisierten sunnitischen Hochburg in der Region haben.

Und die Verschwörungstheorie in dieser Sache lautet, dass die Amerikaner nach ihrem Abzug darauf spekulieren, dass die Taliban sowohl die Russen als auch die Chinesen künftig beschäftigen werden und so Konzentration im weltweiten Machtpoker verlieren.

In Moskau und Peking wird man sich eigene Gedanken dazu machen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.