Bilanzierungsregeln wegen Wirecard ändern?

Das Murmeltier ist wieder da. Der nächste Fall von Wirtschaftskriminalität und wieder werden die Rufe nach einer Bilanzierungsreform laut.

https://www.wiwo.de/politik/ausland/reform-bilanzskandal-ruft-eu-auf-den-plan-wirecard-ist-ein-weckruf/27227610.html

Wer wird da nicht an den Enron Skandal erinnert, der schließlich auch den Untergang des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Arthur Anderson besiegelte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Enron

In Fachkreisen wird die Problematik auch als „Erwartungslücke“ bezeichnet, d.h. die Erwartung ist, dass das Testat des Wirtschaftsprüfers auch die Freiheit von krimineller Aktivität beinhaltet. Diese Erwartungslücke wird aber nie vollständig geschlossen werden können.

Daher werden wir, auch wenn die bestehenden und künftigen Regeln bestmöglich angepasst werden, immer wieder Fälle von Wirtschaftskriminalität erleben. Wer diese bekämpfen will, muss Waffengleichheit zwischen den Parteien herstellen. Und da sind die Strafverfolger immer noch mit Fahrrad unterwegs, während die anderen einen Learjet zur Verfügung haben.

Als weitere Maßnahme sind verschärfte Regelungen zur zivilrechtlichen Haftung der Verantwortlichen anzudenken, die strafrechtliche Verfolgung erweist sich all zu oft als nicht sonderlich scharfes Schwert.

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