Gamestop und die Regeln der Wallstreet – Anlagebetrug oder Kursmanipulation?

Der Film „The Wolf of Wallstreet“ aus dem Jahre 2012 ist eine Parabel über die Exzesse, die an der Börse und ihrem Umfeld entstanden sind.

Jetzt sehen wir den Film #Gamestop. Je nach Perspektive handelt es sich um eine Art „Robin Hood“ der Wallstreet oder eine bisher nicht gekannte Marktmanipulation.

Kurzversion der Ereignisse: Gamestop hat ein Filialnetz von 5000 Filialen weltweit, in denen physische Computerspiele verkauft werden – offensichtlich ein ähnlich zukunftsträchtiges Geschäftsmodell wie Videotheken. Die Aktie des Unternehmens nahm eine entsprechenden Verlauf. Auf diesen Trend setzten verschiedene Hedgefonds und nahmen Leerverkäufe auf die Aktie vor. Über verschiedene Kanäle koordinierten sich Kleinaktionäre und trieben die Kurse von Gamestop in die Höhe, so dass bei den Leerverkäufern erhebliche Verluste entstanden. Eine „Crowd“ hat also die Hedgefonds in diesem Fall mit ihren eigenen Mitteln geschlagen.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten, denn die Spielregeln wurden plötzlich geändert. Es gab Handelsverbote und die Kommunikation wurde durch das Abschalten von Servern verhindert.

Ich empfehle die Ausführungen von Prof. Rieck, der die Vorgänge einordnet.

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