Viele Krankenhäuser spätestens 2022 in Existenznot

Die finanzielle Lage vieler Krankenhäuser ist prekär. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Die Fallpauschalen sind ein Grund. Die Anzahl und Komplexität von durchgeführten Operationen ein anderer. Auslastungsgrade verschiedener Abteilungen sind ein Dritter. Und es gibt noch eine Reihe mehr. Das RWI veröffentlicht dazu regelmäßig Studien. Die Studie aus dem Juni wurde jetzt noch einmal aktualisiert.


https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117145/RWI-Finanzlage-der-Krankenhaeuser-wird-sich-verschlechtern


Corona deckt jetzt noch mehr wirtschaftliche Probleme vieler Krankenhäuser auf. „Schon vor der Coronakrise sei die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser kontinuierlich schlechter geworden. „Die Pandemie hat diese Herausforderungen noch verschärft“, war­nen Augurzky und Schmidt.
Die Finanzspritzen des Bundes zur Bewältigung der Krise verschafften den Krankenhäu­sern zwar derzeit eine Atempause. „Dies gilt allerdings nicht für jedes Krankenhaus und hält bestenfalls bis zum Jahr 2022 an“, so die Autoren.
„Spätestens nach der Bundestagswahl im Herbst 2021 würden die massiven finanziellen Belastungen aus der COVID-19-Pandemie auch im Gesundheitswesen spürbar werden, prognostizierten die Forscher.
Gleichzeitig sorgten die Alterung der Bevölkerung, das dadurch absehbar schwache Wachstum des Beitragsaufkommens der Krankenkassen und der drohende Mangel an Nachwuchskräften im Gesundheitswesen für zusätzliche Herausforderungen.“

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